Böser Wolf -LRR 2011- Back to the roots, 5.-7.5.2011

Aufgrund der aktuellen Lage in Nordafrika wurde die LRR 2011 vom 5. - 19. März 2011 auf den 15. - 29. Oktober 2011 verschoben. Bevor nun alle Fahrzeuge und Besatzungen einrosten, hat sich die Orga der LRR kurzer Hand entschlossen in den heimatlichen Gefilden kleinere Veranstaltungen zu tätigen. Am Wochenende war es nun soweit – der Offroadpark Knüllwald war die Herausforderung.

Nach einer entspannten Anreise trafen wir kurz hinter Uli Jäger, dem Rallye-Urgestein, am späten Nachmittag ein. Nach einem herzlichen Empfang erkundeten wir das Camping-Areal. Die saubere Nasszelle (mit Heißwasser für die Warmduscher) wurde inspiziert und für luxeriös befunden, obwohl die Beinfreiheit der Sitzgelegenheit etwas zu wünschen übrig lässt, zumindest für Personen mit Gardemaß. Am nächsten Morgen erwies sich dies jedoch als ein extremer Vorteil, wie sich dann herausstellte. Kurzer Hand wurde der Lagerplatz eingerichtet und eine Konferenz mit Lorenz vom teamsaurer gehalten.

Böser Wolf 1
 
Den eng gesteckten Zeitplan konnte er nicht optimal einhalten und so wurde entschieden, die einheimischen Konsumläden aufzusuchen um der örtlichen Gottheit ein Dosenopfer zu erbringen, sowie ein Gegenmittel gegen die hiesige aggressive Fauna käuflich zu erwerben.

Nachdem der Scheiterhaufen aufgeschichtet wurde und die ersten 500mL Hopfensaft geopfert wurden, erschreckte uns ein gelbes Monster auf einem Anhänger. Hartl kam mit seinem fahrbaren Eigenheim, inkl. Jeep Wrangler und bezog sofort Stellung. Weitere 500mL Hopfensaft später folgte Martin mit seinem vertrautem V6 Sound. Er huldigte seinerseits einer anderen Gottheit (Bine) eine Kreiseldose. Gemeinsam entluden wir den Magirus und bauten das restliche Lager auf.  Die Opfergaben neigten sich dem Ende als ein 6 Rädriges Grazer Fahrzeug  ins Camp einfuhr. Der Abend war gerettet! Zusätzlich zur Grazer Ingenieurskunst wurde auch die Grazer Brauereikunst  bewundert. Erinnerungen an die Wüste 2010 wurden wach.

Böser Wolf 2
 

Uli und Martin entfachten den Grill und legten die Metzgererzeugnisse in Eigenhaut drauf, während wir den Scheiterhaufen entfachten. Nach mehreren Telefonkonferenzen stand fest, dass die schwedischen Kraftfahrzeuge aufgrund einer defekten Wasserpumpe ein Außencamp einrichten würden, 1:0 für die Grazer Ingenieure. Nach dem Schweinefleisch luden wir Rinderhälften aus dem Rheinland auf den Scheiterhaufen und Hartl besorgte aus seinem unerschöpflichen Vorrat ein Kräuterelexier, welches wir prophylaktisch gegen Böse Geister einnahmen.

In tiefster Dunkelheit fuhr ein Syncro ins Camp. Laura und Axel gesellten sich zu uns. Nach dem der Hunger gestillt war, ging es darum ebenfalls den Durst zu stillen.

Böser Wolf 3

Die ersten Erschöpfungszustände traten ein und die Gruppe reduzierte sich auf  zwei Personen die Feuerwache hielten und über vergangenes und zukünftiges Palawer hielten. Als die Morgendämmerung anbrach wurde die Wache kurzer Hand in den Schlafsack verlegt.

Am Vormittag wurde das Camp durch den graziösen Weckruf von Hartl „Martin, wo ist mein Frühstück“ sanft aus den Träumen gerissen. Nachdem ersten Kaffee, den ersten Spiegeleiern und dem ersten Speck erwachte nun nicht nur die Hülle sondern auch der Geist, bei dem einen mehr und dem anderen weniger. Ein sonorer V6-Sound erklomm unsere Ohren und Andreas stieg aus seinem Fahrzeug aus und verschlang seinen Anteil am Frühstück.

Die zweite Runde Spiegeleier mit Speck verschwanden im Schlund und die Fahrerbesprechung mit Ausgabe des Roadbook´s wurde eröffnet.

Die Fahrzeugabnahme wurde auf ein Minimum beschränkt, die Beifahrer ausgelost und die Motoren auf Betriebstemperatur gebracht. Die Nasszelle wurde aufgesucht, um überflüssigen Balast abzuwerfen. Der Österreicher übernahm wieder einmal die Führung, gefolgt von den Ami´s und die Nachhut wurde durch unseren Japaner gebildet.

Böser Wolf 4

Als uns der Streckenverlauf am Eingangsportal zum Offroadgelände vorbei führte, wurden wir, auf einprägsame Weise, auf unser Fehlverhalten (Einfahrt ins Terrain ohne Anmeldung) hingewiesen. Wir legten keinen Widerspruch ein sondern bezahlten unser Startgeld und verinnerlichten die Platzordnung.

Die Sonne erhob sich weit über dem Zenit, als wir uns trennten. Wir mussten mit einem weinenden Auge die Heimreise antreten und schauten sehnsüchtig den Staubfahnen derer hinterher, die sich einen weiteren Tag im Tagebau vergnügten.

Böser Wolf 5

Hiermit möchten wir uns bei dem Team Stuhlkreis , der LRR-Orga und dem teamsaurer  für ein herrliches, für uns kurzes, Wochenende bedanken und freuen uns auf das nächste Zusammentreffen.

Euer Offroad-Catering Team